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Blogbeitrag di-Trendbarometer Herbst 2026
Autor: Charly Kahle
veröffentlicht von: Deutsche Interim AG
am
zuletzt aktualisiert am 22.10.2026
Lesezeit: 4 Minuten

di-Trendbarometer Herbst 2026: Interim Markt auf Richtungssuche

Blogbeitrag di-Trendbarometer Herbst 2026
Autor: Charly Kahle
veröffentlicht von: Deutsche Interim AG
am
zuletzt aktualisiert am 22.10.2026
Lesezeit: 4 Minuten

Wie ergeht es Interim Professionals im Herbst 2026? Die Ergebnisse des aktuellen di-Trendbarometers zeigen keinen eindeutigen Trend. Rund die Hälfte der befragten Interim Managerinnen und Manager ist mit der eigenen Tätigkeit zufrieden. Fast ebenso viele blicken den kommenden sechs Monaten optimistisch entgegen. Aber: Der Anteil der Zufriedenen hat abgenommen. Und der Anteil der Interim Professionals mit voller Auslastung hat deutlich nachgelassen.

Frankfurt. Mehr als die Hälfte der Interim Professionals ist mit ihrer persönlichen Situation zufrieden; nahezu die Hälfte blickt den kommenden sechs Monaten zuversichtlich entgegen. Zudem hat sich der Anteil der Unzufriedenen kaum verändert. Das geht aus dem di-Trendbarometer für den Herbst 2026 hervor. Liefert die Umfrage zur Lage des Interim Markts der Deutschen Interim AG damit ein positives Signal für Aufschwung und Wachstum? Oder sind die Ergebnisse als Anzeichen für Stabilität zu werten? 

Im aktuellen di-Trendbarometer Herbst 2026 geben 52 Prozent der Befragten an, dass Sie mit ihrer persönlichen Situation im Interim Management zufrieden (30 Prozent) oder sehr zufrieden (22 Prozent) sind. Im Frühjahr waren es noch 58 Prozent. Das ergibt ein Minus von sechs Prozentpunkten – oder fast zehn Prozent. Wie bewertet Tilo Ferrari diese Werte? „Unsere Vermittlungszahlen sprechen eine klare Sprache“, sagt der CEO der Deutschen Interim AG. Die Deutsche Interim AG verzeichne eine "stabile Nachfrage mit Aufwärtstrend, ohne Sommerpause und ohne Anzeichen für einen Knick." 

Tilo Ferrari: Minus bei der Auslastung kein Signal für Verschlechterung des Markts

Deshalb interpretiert Ferrari die leicht nachlassenden Zufriedenheitswerte des di-Trendbarometers ohne Sorge. Das gilt auch für die grösste Veränderung im Vergleich zur Frühjahrsumfrage: Im April hatten 39 Prozent der Befragten angegeben, zwischen 81 und 100 Prozent ausgelastet zu sein. In der aktuellen Umfrage fällt dieser Wert um sieben Punkte auf nur noch 32 Prozent – eine Veränderung von nahezu 20 Prozent. Ferrari sieht in diesem Rückgang kein Signal für eine nachhaltige Verschlechterung der Marktlage. „Nicht nur unsere Vermittlungszahlen sprechen gegen einen dauerhaft spürbaren Einbruch, sondern auch das, was ich sonst von Wettbewerbern höre oder in anderen Umfragen lese.“ Ob die niedrigere Auslastung einen neuen Trend markiere oder nur eine Momentaufnahme sei, könnten nur die kommenden Erhebungen zeigen.

Entwicklung der Honorare: Ein Fünftel kann Tagessätze um zehn Prozent und mehr steigern

In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von steigender Arbeitslosigkeit und stagnierenden Löhnen geprägt ist, bleibt die Entwicklung der Tagessatzhöhe – wie schon im Frühjahr – weitgehend stabil. 51 Prozent (plus zwei Punkte) haben ihren Tagessatz seit April unverändert durchsetzen können. Mehr als ein Fünftel konnte den Tagessatz steigern: um mehr als zehn Prozent (elf Prozent der Befragten, Frühjahr: zehn Prozent) oder bis zu zehn Prozent (elf Prozent, Frühjahr: 13 Prozent). Nahezu unverändert ist der Anteil der Interim Professionals, die Abschläge hinnehmen mussten: Zehn Prozent der Teilnehmer (plus eins) mussten um mehr als zehn Prozent niedrigere Tagessätze akzeptieren und 18 Prozent (minus eins) bis zu minus zehn Prozent. 

Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management ermittelte in einer Blitzumfrage vom August einen durchschnittlichen Tagessatz von 1.320 Euro. Mehr als die Hälfte der Interim Professionals (57 Prozent) kommt demnach auf Tagessätze zwischen 1.001 und 1.400 Euro. Im di-Trendbarometer gibt mehr als die Hälfte der Teilnehmenden einen Tagessatz zwischen 1.201 und 1.500 Euro an.

di-Trendbarometer Herbst 2026: Alle Antworten im Überblick
Wie lange sind die Befragten zwischen zwei Aufträgen ohne Mandat? Wie viele Mandate gehen planmässig zu Ende – und wie lange dauern die Einsätze? In welchen Rollen wurden die Befragten vor allem mandatiert? Und in welchen Branchen? Alle Antworten auf die 15 Fragen unserer Marktumfrage haben wir wie immer grafisch für Sie aufbereitet: di-Trendbarometer Herbst 2026 im Überblick (PDF-Download)

 

Zahl der Anfragen bleibt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau

90 Prozent der teilnehmenden Interim Professionals haben von April bis Ende September zwischen einer und 15 Anfragen erhalten (Frühjahr: 86 Prozent). Die Übereinstimmung von Anfragen und Leistungsversprechen kommt nach wie vor nicht auf ähnlich hohe Werte: 47 Prozent der Befragten verzeichnen eine Passgenauigkeit zwischen 61 und 100 Prozent (Frühjahr: 50 Prozent). 

Angebote der di-Akademie zum Thema Positionierung

„Je klarer Interim Professionals ihre Positionierung formulieren, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie passende Anfragen erhalten“, weiss Tilo Ferrari aus langer Erfahrung. „Deshalb legen wir den Interim Managern nahe, sich eindeutig zu positionieren. Dabei unterstützen wir sie tatkräftig.“ So finden sich in der di-Akademie vielfältige Angebote für eine erfolgreiche Positionierung. 

Welche Rollen sind besonders gefragt? 

C-Level-Rollen und Geschäftsführungspositionen mit insgesamt 46 Prozent und Experteneinsätze mit 41 Prozent machen den Löwenanteil der Mandate aus. Das war im Frühjahr ähnlich: 43 und 44 Prozent. Dabei kommen die Mandate vor allem aus dem eigenen Netzwerk (46 nach 42 Prozent) und von Interim Service Providern (43 nach 46 Prozent). Die vorherrschenden Aufgabenstellungen sind Restrukturierung, Sanierung und Turnaround sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, meist in der Industrie (Anlagen- und Maschinenbau, Automotive). 

Wie die Interim Professionals auf den Interim Markt blicken

Was die Markteinschätzung der Interim Professionals angeht, würde man im Börsenjargon wohl von einer Konsolidierungsphase sprechen: Der Markt bewegt sich seitwärts – und holt im besten Fall Schwung für eine Aufwärtsbewegung in den nächsten Monaten. So sieht es auch die Mehrheit der Teilnehmenden des di-Trendbarometers: Unverändert schätzt gut ein Viertel (23 Prozent) den Markt als mehr oder weniger zufriedenstellend ein. 42 Prozent (Frühjahr: 40 Prozent) bleiben abwartend neutral. Der Anteil der Unzufriedenen geht leicht von 38 auf 36 Prozent zurück. 

Zuversichtlicher gestaltet sich der Ausblick auf die eigene Tätigkeit als Interim Professional. 45 Prozent (Frühjahr: 50 Prozent) blicken positiv auf Winter und Frühjahr. Ein Drittel (33 Prozent, plus drei) gibt sich neutral. Der Anteil der Unzufriedenen liegt nahezu unverändert bei 22 Prozent (plus eins). 

Und wie steht es um die Zufriedenheit mit der Tätigkeit im Interim Management? Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Zufriedenheitsquote von 58 auf 52 Prozent zurückgegangen. Die fehlenden Optimisten sind offenbar ins Lager der Abwartenden gewechselt: Der Anteil der Antworten mit „neutral“ steigt nämlich von 19 auf 26 Prozent (plus sieben). Die Pessimisten bleiben mit 22 Prozent – nach 24 Prozent im Frühjahr – eine Minderheit. 

In der DDIM-Umfrage bewerten gut 42 Prozent der Befragten den bisherigen Jahresverlauf positiv. Zu Beginn des Jahres war nur gut ein Drittel (32 Prozent) von einem positiven Geschäftsverlauf ausgegangen. Wer weiss: Vielleicht wird der Markt zum Jahresende noch bullish. 

Über das di-Trendbarometer: An der Umfrage für das di-Trendbarometer Herbst 2026 haben zwischen Anfang Juli und dem 11. Oktober 236 Interim Managerinnen und Interim Manager teilgenommen, die über Medien der Deutschen Interim (Newsletter, LinkedIn-Beiträge) eingeladen wurden. Die Umfrage umfasste 15 Fragen, unter anderem zu Auslastung, Tagessätzen, Anfragen und persönlichen Markteinschätzungen. Die Ergebnisse spiegeln die Einschätzungen und Erfahrungen der teilnehmenden Interim Professionals wider. Sie erheben keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität für den gesamten Interim Markt.

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