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PROJEKTBERICHT

Niederlassung von US-Unternehmen in China neu aufgestellt

Standortsuche | Vertrieb | Lean Production/KVP| Restrukturierung

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Das Projekt in Stichworten:

  • Niederlassung von US-Unternehmen in China neu aufgestellt
  • Neuen Standort für Niederlassung zu günstigeren Konditionen gefunden
  • Kurzfristiger Einsatz für Rettung eines kritischen Großauftrages
  • Mit VR- und AR-Systemen neues Alleinstellungsmerkmal entwickelt
  • Asaichi-Board und Plant-Tours für Verbesserungen in der Fertigung eingeführt
  • Entlassung der Finanzchefin bringt Rückenwind und Ruhe ins Team
  • Gemeinsam mit neuem Verkaufsteam mehrere Großaufträge akquiriert

Der Interim General Manager wurde vom Hauptquartier eines US-Unternehmens für ein Restrukturierungs-Mandat in Shanghai (China) beauftragt. Der Auftrag bestand ursprünglich aus zwei Teilen: Der Interim Manager sollte die Niederlassung des US-Unternehmens innerhalb von sechs Monaten zur Kostensenkung in ein Gebiet außerhalb Shanghais umziehen. Außerdem galt es, das Unternehmen auch mithilfe von Entlassungen wieder in die Profitzone zu führen. Das aber war nur der Anfang. Schon von Beginn an übernahm der Interim Manager zahlreiche weitere Aufgaben.

Das US-Unternehmen baut elektrotechnische Großanlagen und Maschinen nach Kundenvorgaben.  Infolge der COVID-19-Pandemie waren die Märkte der Niederlassung außerhalb Chinas stark eingebrochen. Aber auch in China kamen keine Aufträge mehr zustande. Der Konzern stand mit dem Rücken zur Wand.

Neuen Standort für Niederlassung zu günstigeren Konditionen gefunden

Um einen neuen Standort für die Niederlassung zu finden, besichtigte der Interim Manager mehrere neue Entwicklungszonen (Gewerbegebiete) und Gebäude in der Umgebung Shanghais. Nach der Auswahl eines geeigneten Standorts verhandelte er Preise und Vergünstigungen zunächst mit der lokalen Regierung. In den folgenden Verhandlungen mit dem tatsächlichen Vermieter konnte der Interim Manager eine deutliche Mietsenkung für die folgenden Jahre durchsetzen.

Kurzfristiger Einsatz für Rettung eines kritischen Großauftrages

Das Headquarter hatte bereits vor dem Mandat eine neue Organisationsstruktur mit neuen Sales-Direktoren aufgesetzt. Die alte 10-köpfige Vertriebsmannschaft war wegen Verdachts auf Betrug ins Homeoffice geschickt worden, wurde aber nicht gekündigt – in der Hoffnung, dass sie von selbst kündigen, um die Abfindung zu sparen. Das taten diese aber nicht. Sie wurden schließlich mit Abfindungen gekündigt. In der Übergangsphase war das Verkaufsteam wegen des Know-how-Verlusts geschwächt. Die erste außerplanmäßige Aufgabe des IM bestand somit darin, den Verkauf zu unterstützen und einen bereits im Geiste abgeschriebenen Auftrag neu zu verhandeln und erfolgreich abzuschließen.

Im Laufe des Mandats identifizierte der Interim Manager darüber hinaus wesentliche Know-how-Lücken, insbesondere im Verkauf. Daraufhin initiierte er einen Inhouse-Trainingsplan, der das Wissen vom Engineering an das neue Verkaufsteam transferierte.

Mit VR- und AR-Systemen neues Alleinstellungsmerkmal entwickelt

Um die Vorteile der Maschinen für Kunden besser herauszustellen, entwickelte der Interim Manager eine neue Marketingaktion. Er gründete eine „Verkaufsabteilung Digitalisierung“. Diese neue Unit bietet den Kunden Virtual Reality- und Augmented Reality-Systeme (VR- und AR-Systeme) für Training-, Reparatur- und Wartungsservices. Mit diesem Angebot kann sich das Unternehmen deutlich von den Wettbewerbern abgrenzen. Zudem waren diese Anwendungen während der COVID-19-Pandemie besonders wertvoll. Sie erleichterten es, Maschinen in Übersee aufzustellen und zu betreuen, ohne dass Mitarbeiter ins Ausland reisen – was zu Zeiten von Quarantänen meistens nicht möglich war.

Asaichi-Board und Plant-Tours für Verbesserung in der Fertigung eingeführt

In einem weiteren Teilprojekt verbesserte der Interim Manager die Qualifikationen in der Fertigung. Er initiierte ein Asaichi-Board und morgendliche Plant-Tours, um Probleme vor Ort zu besichtigen, zu besprechen, zu dokumentieren, Lösungen zu diskutieren und diese mit Terminvorgaben umzusetzen. Ausgangspunkt waren Beschwerden von Kunden, die nach der Werksbesichtigung die Sauberkeit und den Arbeitsfluss bemängelt hatten.

Entlassung der Finanzchefin bringt Rückenwind und Ruhe ins Team

Schon kurz nach Übernahme des Mandats kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Finanzchefin des Unternehmens, die sie sich gegen geplante Veränderungen im Unternehmen aufgelehnt hatte. Das Headquarter unterstützte den Kurs des Interim Managers, indem die Finanzchefin entlassen wurde. Dieses Signal gab den Veränderungsvorhaben Rückenwind – und brachte zusätzliche Ruhe in die Teams.

Gemeinsam mit neuem Verkaufsteam mehrere Großaufträge akquiriert

In den 6 Monaten des Mandats konnte der Interim Manager gemeinsam mit dem neuen Verkaufsteam wichtige große Aufträge generieren und das Unternehmen nahm wieder Fahrt auf. Aus den anfänglichen Widerständen der Mitarbeiter gegen die Restrukturierung der Firma formte sich eine unterstützende Haltung.

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Claudia M. Christen, Senior Consultant. Swiss Interim GmbH

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Senior Consultant

Marlise Stauffer Geschäftsführerin Swiss Interim GmbH

Marlise Stauffer

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