Zusammenfassung
Der Interim Manager bringt neue Produkte und Portfolios in den Markt und baut dort Anteile auf. Er übernimmt die Leitung des Produktmanagements oder des Business Development auf Zeit, operativ in der Linie und gemeinsam mit dem bestehenden Team.
Seine Arbeit beginnt beim Kunden. Bevor Programme, Vertriebswege und Kampagnen entstehen, klärt er im Feld, was die Zielgruppe tatsächlich braucht und woran die Annahme des Neuen scheitern könnte. Am Ende stehen ein erster Kunde und ein Team, das die Aufgabe eigenständig weiterführt.
Grundlage sind zwanzig Jahre Erfahrung in der Elektrowerkzeug- und Reinigungsgeräteindustrie, davon gut dreizehn Jahre mit Personalverantwortung, mit Teams von bis zu sechs Direktberichtenden und Umsatzverantwortung bis 100 Millionen Euro.
Ein führender Hersteller von Reinigungstechnik wollte ausserhalb seiner bisherigen Kernzielgruppe wachsen und stand vor der Frage, welche Reinigungsprobleme Menschen haben, die im Freien ohne Strom- und Wasseranschluss leben. Aus Interviews mit potenziellen Nutzern entstand ein wiederkehrendes Muster und daraus das Konzept eines kompakten, akkubetriebenen Niederdruckreinigers mit integriertem Wassertank, dessen Entwicklung er bis zur Markteinführung verantwortete. Das Produkt gehört heute zum festen Sortiment des Unternehmens, erzielt einen mehrstelligen Millionenumsatz und wurde von mehreren Wettbewerbern nachgeahmt.
Im US-Markt für professionelle Maler war ein führender Hersteller von Premium-Elektrowerkzeugen trotz technologischer Marktführerschaft beim staubfreien Schleifen nahezu unbekannt. Der Manager verantwortete ein Segment mit rund 65 Millionen Euro Umsatz und erschloss den Marktzugang über eine Partnerschaft mit einem landesweit vertretenen Anbieter von Farben und Beschichtungen. Das Produktprogramm wurde dafür auf zwei leicht verständliche Anwendungslösungen fokussiert und zunächst in ausgewählten Testmärkten eingeführt, bevor der schrittweise Roll-out folgte.
In einem Corporate Startup sollte ein Schulter-Exoskelett für den industriellen Einsatz im produzierenden Gewerbe im Markt etabliert werden, in einem Umfeld ohne Produktkategorie, Markenbekanntheit und Vertriebsstruktur. Der Manager baute Marke, Kommunikation und die ersten Go-to-Market-Strukturen auf und übersetzte das technisch anspruchsvolle Produkt in einen Kundennutzen, der sich vermarkten liess.
In der Elektrowerkzeugbranche war ein bestehendes Akkusystem an seine Leistungsgrenze gelangt, und ein vollständig neues System hätte den Investitionsschutz langjähriger Kunden mit grossem Akku-Bestand gefährdet. Unter der Verantwortung des Managers entstand deshalb eine Lösung innerhalb der bestehenden Systemarchitektur auf Basis leistungsfähigerer Zellen, klar als neue Generation gekennzeichnet, sodass Bestandskunden deutlich mehr Leistung erhielten, ohne ihre vorhandenen Geräte und Akkus zu ersetzen.
Er war für Hersteller von Werkzeugen und Haushaltsgeräten bis hin zu industrieller Ausrüstung tätig, sowohl für B2B als auch B2C und in Projekten in über fünfzehn Ländern.