PROJEKTBERICHT

Senkung der Krankenquote in der Metallverarbeitung

Eingliederungsmanagement | BEM | Langzeiterkrankungen

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Das Projekt in Stichworten:

  • Senkung der Krankenquote in der Metallverarbeitung
  • Bis zu 50 Krankheitstage pro Jahr bei Langzeiterkrankten
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Eingliederungs-Management eingeführt
  • Krankenquote deutlich gesenkt – Hilfsangebote werden angenommen

In einem mittelständischen metallverarbeitenden Unternehmen wurde die Interim Managerin als Personalleiterin beauftragt, die extrem hohen Krankenquote zu ergründen und abzustellen. Die sehr hohe Krankheitsrate in dem Unternehmen führte zu hohen Personalkosten, weil die fehlenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Leiharbeitskräfte ersetzt werden mussten.

Bis zu 50 Krankheitstage pro Jahr bei Langzeiterkrankten

Die Interim Managerin analysierte zunächst die Krankenquote, die sich als ganzjährig hoch erwies. Dann konzentrierte sie sich auf eine Übersicht über die Langzeitkranken. Dabei stellte sich heraus, dass es 5 Mitarbeiterinnen gab, die in den vergangenen 4 Jahren auf 40 bis 50 Krankheitstage pro Jahr kamen. Unter den übrigen Kranken fielen häufige Kurzerkrankungen auf. Einige davon waren offensichtlich vorgetäuscht (verlängerter Urlaub, Faschingszeit, Rand- und Brückentage). Andere Kurzerkrankungen hingegen waren – so auch das Ergebnis einer früheren Belastungsanalyse - durch Überlastung hervorgerufen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Eingliederungsmanagement eingeführt

Um die unhaltbare Situation zu verbessern, schlug die Interim Managerin gemeinsam mit dem Betriebsrat die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements vor. Im Unternehmen gab es bis dahin weder das gesetzlich vorgeschriebene BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) noch gab es Krankenrückkehrgespräche oder Ähnliches. Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements war nicht nur die Senkung der Krankheitsquote, sondern auch, das sehr schlechte Arbeitsklima zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheit der Belegschaft fördern.

Zunächst lud die Interim-Personalleiterin die Langzeitkranken zu persönlichen Gesprächen. Dabei ging es darum, eine für beide Seiten tragfähige Lösung im Umgang mit den Erkrankungen zu finden. Bei den Mitarbeiterinnen mit einer negativen Zukunftsprognose wurde das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet. Die anderen „Langzeit-Kranken“ wurden regelmäßig im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements zu Gesprächen eingeladen. Nach anfänglichem Widerstand sprach sich herum, dass diese Gespräche eine große Unterstützung darstellen.

Außerdem schulte die Interim Managerin Führungskräfte darin, „Krankfeierer“ zu identifizieren, um gegebenenfalls arbeitsrechtliche Maßnahmen einleiten zu können.

Krankenquote deutlich gesenkt – Hilfsangebote werden angenommen

Das Projekt war ein voller Erfolg, Auftraggeber und Mitarbeiter waren sehr zufrieden. Die Krankenquote senkte sich deutlich. Einerseits, weil die Kranken Unterstützung durch den Betrieb, das Integrationsamt und die Deutsche Rentenversicherung bekamen und weniger krank waren. Andererseits waren die Führungskräfte durch konsequente Krankenrückkehrgespräche besser über ihre Mitarbeiter informiert. Sie vermitteln nunmehr einerseits das Gefühl, dass der Arbeitgeber sich kümmert und ihre Anliegen ernst nimmt. Andererseits wissen diejenigen, die offenbar geplant krank feierten, dass der Vorgesetzte sie im Blick hat.

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Claudia M. Christen, Senior Consultant. Swiss Interim GmbH

Claudia M. Christen

Senior Consultant

Marlise Stauffer Geschäftsführerin Swiss Interim GmbH

Marlise Stauffer

Geschäftsführerin