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PROJEKTBERICHT

Troubleshooter bei einem Tier 1-Zulieferer

Liquiditätskrise | EBIT-Verbesserung | Steigerung Eigenkapitalquote

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Das Projekt in Stichworten:

  • Unternehmen durch Corona und Chipmangel finanziell sehr geschwächt 
  • Durch rasche Prozessanalyse Working Capital optimiert und Liquidität gesichert  
  • Stabilisierung der Liquidität und Verbesserung der Eigenkapitalquote  
  • Ertragsanalyse & Erarbeitung von Cost Break Downs für Preisnachverhandlungen  
  • Operational Excellence: Großer Wertbeitrag durch Lean Management und Kaizen  
  • Verschlankung im Overhead erhöht die Werksproduktivität deutlich  
  • Ergebnis: Liquidität gesichert – EBIT um 3 Mio. €/a gesteigert 

Hohe Investitionen, Umsatzeinbrüche durch Corona und die Rohmaterialteuerung hatten einen Automobilzulieferer für mechatronische Baugruppen an seine Grenzen geführt. Das Unternehmen engagierte den Interim Manager als Interim-CRO, um die finanzielle Situation durch eine Optimierung des Working Capitals zu stabilisieren und den kritischen Liquiditätsengpass rasch zu entspannen. 

Unternehmen durch Corona und Chipmangel finanziell sehr geschwächt 

Das Unternehmen für Werkzeugkonstruktion, Werkzeugbau, Metallbearbeitung und automatisierte Kunststoffverarbeitung sowie Montage hatte kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie erheblich in Produktionserweiterungen investiert und war daher finanziell geschwächt. Die Umsatzeinbrüche durch Corona und die stockende Mikrochipversorgung der Automotive-Industrie sowie steigende Preise für Rohmaterial und Energie verschärften die Lage und bedrohten die Finanzlage massiv. 

Durch rasche Prozessanalyse Working Capital optimiert und Liquidität gesichert  

Im Rahmen der Erstanalyse verschaffte sich der Interim Manager gemeinsam mit dem Team aus Finanzen & Controlling einen umfassenden Überblick über die aktuelle Liquiditätssituation, die Ertragslage und die Kostenstruktur. Aus diesen Ergebnissen leitete er ein schnell wirksames Profit & Cash Improvement Program (PCIP) ab, das insbesondere auf konsequentes Bestandsmanagement, die Reduzierung des Working Capitals und rasche Kostensenkung zielte. 

Das gelang unter anderem, indem der Interim Manager Durchlaufzeiten und Reichweiten von hochwertigen Materialien erheblich reduzierte. Über die gesamte Supply Chain hinweg eliminierte er überhöhte Sicherheitsbestände und Vorlaufzeiten. Diese Lagerbestandsreduktion erbrachte innerhalb von 6 Monaten eine zusätzliche Liquidität von 2 Mio. €.  

Stabilisierung der Liquidität und Verbesserung der Eigenkapitalquote 

Nach der Optimierung des Bestandsmanagements legte der Interim Manager den Fokus darauf, eine belastbare Liquiditätsplanung inklusive eines konsequenten Mahnwesens zu etablieren. Gemeinsam mit dem CFO & Sales gelang es, kurzfristig etwa 1 Mio. € überfälliger Forderungen einzubringen. 

Ertragsanalyse & Erarbeitung von Cost Break Downs für Preisnachverhandlungen 

Die Analyse des Deckungsbeitrags offenbarte, dass die Steigerung der Verkaufserlöse nicht mit dem inflationsbedingten Anstieg des Wareneinsatzes Schritt gehalten hatte. Zudem hatte das Unternehmen auf deutliche Stückzahlreduktionen der Kunden nicht reagiert - und sogar weitere Preisnachlässe gewährt. Dadurch ergab sich ein Erlösverlust von 20 % im Jahresvergleich. Um diesen Verlust auszugleichen, erarbeitete der belastbare Cost Break Downs als Basis für Kundengespräche. In zähen Verhandlungen konnte er anhand dieser nachvollziehbaren Kalkulationen erhebliche Preiserhöhungen von mehr 2 Mio. € realisieren. 

Operational Excellence: Großer Wertbeitrag durch Lean Management und Kaizen 

Im Zuge der Prüfung von wichtigen Performance-Indikatoren zeigten sich In den operativen Unternehmenseinheiten erhebliche Anlauf- und OEE-Verluste sowie bedeutende Ineffizienzen. Gemeinsam mit den Projektteams identifizierte der Interim Manager bedeutende Optimierungspotenziale. Allein durch eine verbesserte Koordination und regelmäßige Vorort-Abstimmungen der bereichsübergreifenden Projektteams konnten nicht kalkulierte Anlaufkosten deutlich reduziert werden. 

In einem weiteren Teilprojekte optimierte der Interim Manager die Overall Equipment Effectiveness (OEE). Er führte regelmäßige Kaizen-Meetings/Projekte innerhalb der Produktions-Units ein und schärfte die organisatorische Verantwortung. Die OEE stabilisierte sich innerhalb weniger Wochen und die Production Performance verbesserte sich ebenso. Im Rahmen weiterer Optimierungsmaßnahmen konnten Herstellungs- und Nacharbeitskosten sowie Kosten für Maschinen- und Werkzeuginstandhaltung bzw. Reparatur erheblich reduziert werden. 

Verschlankung im Overhead erhöht die Werksproduktivität deutlich  

Parallel zur Produktionsoptimierung stellte der Interim Manager die Strukturen in Overhead und Administration auf den Prüfstand. Er eliminierte Doppelgleisigkeiten in Projektmanagement und Qualitätssicherung. Diese Verschlankung steigerte die Operative Plant Performance (OPP) des Produktionswerkes.  

Ergebnis: Liquidität gesichert – EBIT um 3 Mio. €/a gesteigert 

Nach 12 Monaten konnte der Interim Manager das Mandat erfolgreich abschließen. Die Liquidität ist gesichert. Mit einem EBIT-Plus von 3 Mio. €/a verfügt das Unternehmen über deutlich mehr Spielraum, um die Herausforderungen in der Automobilbranche erfolgreich zu meistern. 

Das Vertrauen der Geldgeber und Banken konnte wieder zurückgewonnen und abgesichert werden. Aufgrund dieser positiven Unternehmensentwicklung konnte auch der erste OEM-Auftrag fixiert und abgesichert werden. 

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Claudia M. Christen, Senior Consultant. Swiss Interim GmbH

Claudia M. Christen

Senior Consultant

Marlise Stauffer Geschäftsführerin Swiss Interim GmbH

Marlise Stauffer

Geschäftsführerin