PROJEKTBERICHT

Mobile App: Roll-out eines digitalen Schweiß-Assistenten in der Schweiz

Digitalisierung | Handwerk | Leitungsbau

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Das Projekt in Stichworten:

  • Neue Produkte ermöglichen digitale Dokumentation von Schweißarbeiten
  • Marktanalyse: Trotz kleineren Umsatzpotenzials fällt Entscheidung für Roll-out
  • Schweizer Testkunden auf Messen und durch direkte Ansprache gewonnen
  • Kommunikationspaket für digitalen Schweiß-Assistenten entwickelt
  • Schweizer App geht nach 10 Monaten wie geplant live

Ein internationaler Branchenführer im Bereich der Gas- und Wasserversorgung wollte eine mobile App für die Dokumentation von Schweißarbeiten von Deutschland in die Schweiz ausrollen. Die Interim Managerin wurde damit beauftragt, den Roll-out dieses „digitalen Assistenten“ zu organisieren und den Markteintritt in der Schweiz zu gewährleisten.

Neue Produkte ermöglichen digitale Dokumentation von Schweißarbeiten

In Deutschland müssen Schweißarbeiten an Gas- und Wasserleitungen umfassend dokumentiert werden. Diese Dokumentation ist nicht nur zeit- und personalaufwendig, sondern auch fehleranfällig. Um diese Aufwände zu reduzieren und Fehlerquellen zu eliminieren, hatte der Auftraggeber die neueste Generation seiner Schweißgeräte mit Bluetooth ausgestattet. Über die Verbindung mit einem Smartphone können die Protokolle nunmehr papierlos erstellt und sicher in die Cloud geladen werden. Das steigert die Effizienz – und schafft einen weiteren Vorteil: Der Schweißgeräte-Hersteller gewinnt bei jedem Einsatz der Geräte wertvolle Kundendaten, beispielsweise über verwendete Bauteile, Fotos, Geodaten, Kartenansichten und vieles mehr. Diese Daten kann das Unternehmen nunmehr nutzen – und auch seine Auftraggeber wie Kommunen haben zentral Zugriff darauf.

Marktanalyse: Trotz kleineren Umsatzpotenzials fällt Entscheidung für Roll-out

Nach dem erfolgreichen Anlauf in Deutschland sollte der neue digitale Prozess nun in der Schweiz ausgerollt werden. Die Interim Managerin prüfte zunächst mit dem Schweizer Vertriebsteam und in Kooperation mit dem Schweizer Fachverband „Kunststoff-Rohre und -Rohrleitungsteile“ die dortigen  Dokumentationspflichten an Schweißvorgänge. Dabei stellte sich heraus, dass die Dokumentation von Schweißvorgängen in der Schweiz noch nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Das verkleinerte das Umsatz-Potenzial des neuen Digital-Tools deutlich. Dennoch entschied sich das beauftragende Unternehmen, die App auch in der Schweiz anzubieten.

Schweizer Testkunden auf Messen und durch direkte Ansprache gewonnen

Nach der Entscheidung für den Roll-out identifizierte die Interim Managerin mit dem Vertriebsteam auf Messen und in der Direktansprache Testkunden für das Tool. In Kooperation mit dem Schweizer Fachverband initiierte sie ein Seminar, bei dem der Auftraggeber und Mitbewerber Vorteile der digitalen Protokollierung aufzeigen konnten. Ziel des Seminars war es, Schweizer Rohrleitungsbauer und Installateure für die Vorteile der digitalen Protokollierung zu sensibilisieren. Damit sollte step-by-step ein Mindshift für die Vorteile der Digitalisierung bei den Zielkunden erreicht und das künftige Umsatzpotenzial angekurbelt werden.

Kommunikationspaket für digitalen Schweiß-Assistenten entwickelt

Um Handwerker und Kommunen gezielt informieren zu können, entwickelte die Interim Managerin gemeinsam mit dem Marketing-Team und Agenturen ein umfassendes Kommunikationspaket für den digitalen Schweiß-Assistenten. Dazu gehörte eine detaillierte Vorteilskommunikation in Deutsch und Französisch auf der Website des Unternehmens inklusive einer Online-Buchungsmöglichkeit mit Verlinkung zum zentralen Kundenportal sowie die Konzeption von Flyern, Newsletter-Aktivitäten und Social Media-Anzeigen.

Für die reibungslose interne Kommunikation organisierte die Interim Managerin den kompletten Workflow für den Gesamtprozess und stimmte ihn mit Kundenservice, Finance und Logistik sowie dem Produkt-Management ab. Schulungen mit dem Vertriebsteam und das Reporting im CRM rundeten die Startvorarbeiten ab.

Schweizer App geht nach 10 Monaten wie geplant live

Nach einer Laufzeit von 10 Monaten ging die App zeitgerecht live. Auftraggeber und Kunden sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Kunden profitieren von der Zeitersparnis bei der Protokollierung der Schweißvorgänge und können auch dezentral auf die Protokolldaten zugreifen. Speziell in Zeiten des Fachkräftemangels ist dies ein immenser Nutzen.

Für den Auftraggeber sind die über die Digitalisierung gewonnenen Daten „Gold wert“:  Neue Produkte können entwickelt werden, neue Touchpoints mit den Kunden ergeben sich.

Ein Key-Learning erkannte der Auftraggeber für den künftigen Launch von Produkten: Auch die Einbeziehung von Fachverbänden und Meinungsbildnern ergibt Sinn, um einen neuen Markt zu erschließen und wertvolle Insights zu erzielen.

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Marlise Stauffer Geschäftsführerin Swiss Interim GmbH

Marlise Stauffer

Geschäftsführerin

Claudia M. Christen, Senior Consultant. Swiss Interim GmbH

Claudia M. Christen

Senior Consultant