PROJEKTBERICHT

Coronakrise: Interim CRO bei einem Elektronik-Großhändler

ERP-System | Business Intelligence | Corona-Krisenmanagement

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Das Projekt in Stichworten:

  • Koordination der ERP-Optimierung | Performancesteigerung Logistik vorangetrieben
  • Business-Intelligence-Funktionalitäten und Planungstools deutlich erweitert
  • Trotz erheblicher Corona-Belastungen ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt

Die Tochtergesellschaft einer großen Handelsgruppe war in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das im Elektronikbereich (B2B) tätige Unternehmen war zunächst über Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen. Allerdings wurde die Wirtschaftlichkeit neuer Kundenbeziehungen nicht ausreichend gesteuert.

Zudem verursachten der problembehaftete Austausch des ERP-Systems sowie die erheblich unter Plan liegende Performance eines neuen Logistikzentrums erhebliche Destabilisierungen wesentlicher Unternehmensprozesse. Das belastete Kundenbeziehungen, Ertragslage und Liquidität in kritischer Weise. Darüber hinaus stiegen die Bestände des Unternehmens aufgrund von Fehlplanungen innerhalb kurzer Zeit deutlich überproportional zur Umsatzentwicklung, was die Liquidität noch einmal belastete.

Der Interim Manager wurde engagiert, um das in Krisensituationen unerfahrene Management bei der Bewältigung der Herausforderungen und der Rückkehr in die Gewinnzone zu unterstützen werden. Dabei war den Gesellschaftern eine gleichermaßen kritische wie partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung des Unternehmens besonders wichtig.

Koordination der ERP-Optimierung | Performancesteigerung Logistik vorangetrieben

Der Interim Manager analysierte in kurzer Zeit die aktuelle Situation und erarbeitete gemeinsam mit dem Management Team einen umfangreichen Maßnahmenplan, der dann nach wirtschaftlichen Prioritäten schrittweise umgesetzt wurde.

Im Fokus stand dabei zunächst die Stabilisierung der Lieferperformance vor der Hauptsaison, um eine drohende Abwanderung von Kunden zu vermeiden.

Der Interim Manager übernahm dabei temporär auch die Koordination der ERP-Optimierung sowie des neu aufgesetzten Projektes zur Performancesteigerung in der Logistik.

Mit Beginn der Corona-Pandemie entstanden neue Herausforderungen, denen mit einer Reihe zusätzlicher Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, der Ausfallsicherheit der Prozesse und der Kostenreduzierung begegnet wurde.

Business-Intelligence-Funktionalitäten und Planungstools deutlich erweitert

Es stellte sich heraus, dass neben zahlreichen prozessualen Problemen auch im Bereich der Kontroll- und Steuerungssysteme erhebliche Defizite bestanden. Diesen Herausforderungen begegnete der Interim Manager mit einem umfangreichen Ausbau der Business-Intelligence-Funktionalitäten und der Überarbeitung zahlreicher Planungstools. Dazu zählten unter anderem die Bestands- und Einkaufsplanung, die Umfuhrplanung zwischen verschiedenen Logistikstandorten, eine kundenbezogene Deckungsbeitragsrechnung und eine umfassende Corona-Risikoplanung.

Zudem identifizierte der Interim Manager sukzessive erheblichen Korrekturbedarf im Wareneinsatz, in der Bestandsbewertung sowie bei Bildung von Rückstellungen. Die Abweichungen – so das Ergebnis der Analyse - wurden maßgeblich durch fehlerhaft implementierte Prozesse im neuen ERP-System verursacht. Daraus resultierten zunächst weitere ergebnisbelastende Effekte. Die unvermeidlichen Korrekturbuchungen erhöhten aber zugleich die Planungssicherheit für die Zukunft.

Trotz erheblicher Corona-Belastungen ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt

Nachdem zunächst die Stabilisierung der Kundenbeziehungen in einem stark saisonalen Geschäft gelungen war, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz erheblicher Corona-Belastungen ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werden.

Im 2. Halbjahr führten die Maßnahmen trotz erneuten Corona-Lockdowns bereits zu einer deutlichen Rückkehr in die Gewinnzone. Das zeigt die positive wirtschaftliche Perspektive des Unternehmens für die Zukunft auf.

Mit einer Reduktion der Bestände um mehr als 30 Prozent bei Aufrechterhaltung voller Lieferfähigkeit konnte zudem die Liquiditätslage des Unternehmens deutlich entspannt werden.

Der Interim Manager wird das Unternehmen nach 19 Monaten Projektdauer künftig als Mitglied des Beirats weiter begleiten.

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    Claudia M. Christen, Senior Consultant. Swiss Interim GmbH

    Claudia M. Christen

    Senior Consultant

    Marlise Stauffer Geschäftsführerin Swiss Interim GmbH

    Marlise Stauffer

    Geschäftsführerin